Von Freitag 08.04.2016 bis Samstag 09.04.2016 fand die Lange Nacht statt. Von 16:00 Uhr bis 16:00 Uhr bewältigten 27 Jugendliche der Jugendfeuerwehr mit Hilfe von fünf Fahrzeugen aus der ganzen Stadt neun Übungseinsätze in ganz Rheda-Wiedenbrück.  

Während wir unser Schlafgemach herrichteten und unsere Kleidung bereitstellten, ging um 17:15 Uhr der erste Alarm ein. Als wir am Linteler See ankamen, erwartete uns ein Autounfall mit drei Personen. Die erste Gruppe kümmerte sich um einen Jungen, der in den See gefallen war. Mit Hilfe des Jugendfeuerwehr-Bootes retteten sie ihn erfolgreich. In derselben Zeit befreite die zweite Gruppe ein Mädchen, das in dem verunfallten Auto eingeschlossen war. 

Nach einem stärkenden Abendessen mit Würstchen und selbstgemachten Salaten, kam um 20:00 Uhr der nächste Einsatz im Linteler Industriegebiet. In einer Lagerhalle war ein Feuer ausgebrochen, welches wir mit drei Strahlrohren löschten. Mit weiteren drei Trupps retteten wir vier Personen aus der Lagerhalle. Die Drehleiter des Löschzugs Rheda war auch im Einsatz. 

Kaum waren wir am Gerätehaus des Löschzugs Wiedenbrück angekommen, blieb uns nicht viel Zeit für eine kleine Verschnaufpause. Diesmal ging es zum Hof Sandhäger in St. Vit. Dort erwartete uns ein Feuer auf dem Feld, welches wir mit drei Strahlrohren erfolgreich bekämpften. Der Rest regelte die Wasserversorgung von einem kleinen Bach hinter dem Hof. 

Kurz nachdem sich alle wieder umgezogen hatten und auf dem Weg ins Bett waren, läutete es zum nächsten Einsatz. Der führte uns wieder nach St. Vit – dieses Mal zu Hof Dittrich. Es gab ein Feuer, welches von zwei Hooligans angesteckt worden war. Mit vier Trupps verfolgten wir diese in einen Wald, wo sich die Hooligans auf ein Baumhaus flüchteten. Es dauerte einige Zeit, bis wir sie schließlich doch überreden konnten mit zu kommen. Währenddessen löschten drei weitere Trupps das Feuer. 

Um 1:30 Uhr lagen endlich alle auf ihren Feldbetten und schlummerten vor sich hin, bis um 5:00 Uhr der nächste Alarm uns alle aus dem Schlaf riss. Beim Betrieb Borgelt hatte sich kurz vorher ein Unfall ereignet. Ain Auto war in einen Gabelstapler gefahren. Der Gabelstapler wurde  von uns unterbaut und zwei Personen erfolgreich gerettet. 

Auf dem Weg zurück zum Gerätehaus Wiedenbrück erreichte uns der sechste Alarm. Diesmal waren zwei Personen in einem Wald vermisst und eine unter einem Baum eingeklemmt. Beide Personen wurden im Wald von drei Trupps gefunden und die eingeklemmte Person von zwei Trupps erfolgreich befreit.   

Um  10:45 Uhr wurden wir von einem besorgten Nachbarn alarmiert. Wir fanden einen Jungen unterm Traktor und retteten zwei Jungs aus einer Garage. 

Als wir das Gröbste aufgeräumt hatten, ertönte das letzte Mal für dieses Wochenende der Alarm für uns. Der Abschluss-Einsatz fand am Ratsgymnasium 2 statt. Dort  war ein Feuer ausgebrochen und mehrere Personen wurden vermisst. Zwei Trupps retteten eine Person mit der Steckleiter, drei Trupps holten die vermissten Personen aus dem Gebäude und drei weitere Trupps löschten das Feuer im Schulgebäude erfolgreich. 

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden für die Lange Nacht mit tollen Einsätzen und sehr viel Spaß. 

Am Freitag 13.05.2016 fuhren 13 Jugendliche, neun Ausbilder, zwei Bullis, das LF 8 und das TLF um 16:00 Uhr aus Lintel los. Unser Ziel war Allendorf im Sauerland, wo wir eine Schützenhalle bewohnten.

Dort angekommen schlugen wir erst einmal unsere Feldbetten auf. Nachdem wir alles aufgebaut hatten, gab es Essen vom Grill. Am Abend saßen wir gemütlich am Lagerfeuer und spielten Spiele.

Der nächste Morgen begann mit einer halben Stunde Frühsport und Frühstück im Anschluss. Als nächstes erwarteten uns zwei Teamspiele. Das erste Spiel bestand darin, uns 13 Jugendliche gemeinsam durch ein Spinnennetz zu tragen. Dieses Spinnennetz war an drei Bäumen kreuz und quer gespannt, so dass 13 unterschiedlich große Löcher entstanden. Nach einem stärkenden Mittagessen ging es zum nächsten Teamspiel. Ein Parcours aus Spanngurten und Feuerwehrleinen wurde zwischen sechs Bäume gespannt, so dass fünf Abschnitte mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden entstanden. Pro Abschnitt durften nicht mehr als drei Jugendliche stehen und alle mussten gleichzeitig auf dem Parcours sein. Ziel des Spieles war es gemeinsam diesen zu überqueren. Nach ein paar Startschwierigkeiten zu Beginn meisterten wir die Aufgabe erfolgreich.

Gegen 16:30 Uhr hatten wir einen Übungseinsatz. Auf einem Feld war ein Feuer ausgebrochen, welches wir mit drei Angriffen erfolgreich löschten. Das Wasser musste von einem Bach entnommen werden. Außerdem kam der Wasserwerfer zum Einsatz.

Vor dem Abendessen hatten wir ein wenig Freizeit, in der wir Gesellschaftsspiele spielten. Zum Abend hin gab es noch einmal ein Lagerfeuer mit Spielen und Gesang.

In der Nacht wurden wir zur Nachtwanderung geweckt. Mit zwei Ausbildern wanderten wir durch einen Wald. Dort lauerten die anderen Ausbilder mit Megaphonen und Kettensägen, um uns ordentlich zu erschrecken.

Nachdem wir um 8:30 Uhr geweckt wurden, durften wir wieder eine viertel Stunde Frühsport betreiben. Um 11:00 Uhr brachen wir zum Kilian-Stollen auf. Dort erwartete uns eine spannende Führung durch den Stollen mit vielen Informationen.

Wieder in der Schützenhalle angekommen, vertrieben wir uns die Zeit mit Gesellschaftsspielen.

Abends spielten wir „Wer´s bringt, gewinnt“. In dem Spiel ging es darum, Gegenstände oder Fotos als Antwort für verschiedene Fragen zu bringen. Es war ein tolles Spiel mit viel Spaß und Aktion. Manche Antworten waren sehr witzig und unerwartet, weshalb wir viel gelacht haben.

Am nächsten Tag räumten wir die Schützenhalle auf. Es wurde geputzt und Sachen wurden gepackt. In Lintel angekommen machten wir eine kleine Feedback-Runde. Das Ergebnis: Schlechtes Wetter aber viel Spaß und tolle Spiele!

Wir bedanken uns für tolle vier Tage in Allendorf bei dem gesamten Ausbilder Team.

Am 22. Juli fuhren wir um fünf Uhr morgens mit zwei Bussen und 90 Jugendlichen, 30 Erwachsenen, sowie dem Kreisjugendfeuerwehrwart, Kreisbrandinspektor und deren Ausschuss aus dem Kreis Gütersloh, nach Bremen. Dort erwartete uns ein zweistündiger Flug nach Lettland. In Riga angekommen picknickten wir gemeinsam auf einer Wiese. Danach fuhren wir zu einem Feuerwehrmuseum. Es gab eine deutsche und eine englische Museumsführung. Wir erfuhren viel über die lettische Geschichte und wie die Feuerwehr entstand. Im Anschluss fuhren wir mit den Bussen nach Valmiera.

In Valmiera angekommen, aßen wir in einem Bistro zu Abend. Nach einem kurzen Einkauf ging es ins Technikum, wo wir unsere Zimmer bekamen. Nachdem wir uns alle häuslich eingerichtet hatten, trafen wir uns in der Aula um die Abläufe der nächsten Tage zu besprechen. Am späten Abend saßen viele von uns im Sofabereich und guckten gemeinsam Fernsehen. Dabei lernten wir auch die Jugendlichen der anderen Jugendfeuerwehren besser kennen.

Der 23. Juli war der wohl anstrengendste Tag der ganzen Fahrt, da wir gegen Mannschaften aus Naukseni antraten. Den ganzen Tag bewiesen wir uns in mehreren Disziplinen, wie Stiefelweitwerfen, Sprinten und Parcours. Die Abschlussdisziplin war ein Löschangriff. Die Regeln der FwdV 3 wurden in diesem Wettkampf nicht eingehalten. Der schnellste Löschangriff lag hierbei bei ca. 11 Sekunden und ging an eine Truppe aus Naukseni. Bei dem Stiefelweitwurf schaffte es unser Jugendfeuerwehrwart, Lukas Köpp, unter die Top 3. Erschöpft fuhren wir ins Bistro und anschließend ins Technikum, wo wir uns gemeinsam im Sofabereich ausruhten.

Den letzten Tag verbrachten wir mit tollen Aktivitäten in der schönen Natur Lettlands. Hier teilte sich die Gruppe in Kanufahrer und Wanderer auf. Bei einem Lagerfeuer trafen wir uns alle wieder und aßen gemeinsam zu Mittag. Im Anschluss besuchten wir ein Automuseum, welches die wohl ältesten Autos hat. Nach dem Abendessen durften wir in kleinen Gruppen in die Stadt. Wieder im Technikum angekommen trafen wir uns wieder im Sofabereich und ließen den letzten gemeinsamen Abend ausklingen. So langsam packten alle ihre Koffer wieder zusammen.

Am Montagmorgen wurden alle Koffer fertig gepackt und in die Busse geräumt. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir zurück zum Flughafen. Nach dem Rückflug gab es für jeden bei McDonalds etwas zu essen. Nach zweieinhalb Stunden machten wir uns auf den Weg nach Hause.

Durch die Fahrt wurden neue Freundschaften geschlossen und alte wurden vertieft.

Wir bedanken uns bei allen Organisatoren und bei dem Reiseführer, der uns die ganze Reise lang begleitet hat.

Am 18.06.2016 waren 11 Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Gütersloh und die Jugendfeuerwehr aus Heiligenstadt in Rheda-Wiedenbrück zu Gast. Anlass war die alljährliche Orientierungsfahrt im Kreis Gütersloh. Um 8:00 Uhr starteten die ersten Gruppen, um die Stationen und Fragen zu meistern, die den ganzen Tag über auf sie warteten. Die sechs Stationen im Stadtgebiet wurden von den Löschzügen der Stadt, der Werkfeuerwehr der Westag & Getallit AG und vom Roten Kreuz vorbereitet und den ganzen Tag über betreut. Um 16:00 Uhr waren alle Gruppen wieder am Gerätehaus in Wiedenbrück, wo es beim Torwandschießen noch etwas zu gewinnen gab.

Um 17:00 Uhr fand pünktlich die Siegerehrung statt. Sieger vor den Gruppen aus Schloß Holte - Stukenbrock und Rietberg wurde die Jugendfeuerwehr Werther. Im nächsten Jahr wird der Sieger die Fahrt ausrichten - wir freuen uns schon darauf!